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Auf Montage

29.09.2011 | Keine Kommentare

Vergangene Woche waren wir so wie jedes Jahr bei der Fashionweek im Museumsquartier dabei. Eine tolle Erfahrung für jeden Hairstylisten oder Visagisten, wenn er einmal bei einer so großen Modeveranstaltung dabei sein darf. Für jemanden, der unsere Arbeit nicht kennt, wahrscheinlich oft mit ganz vielen Fragezeichen verbunden. Nicht umsonst fragte mich unlängst ein Freund, ob das denn, wenn ein Stylist zu so einem Job geht, so sei, wie wenn er auf Montage fahre.

Tja, keine Ahnung! Da kann ich nur mutmaßen: vielleicht ist es ein Bisserl so, weil man im Vorhinein nie genau weiß, was auf einen zukommt; weil man vor Ort die Gegebenheiten nicht kennt; weil man flexibel sein muss; weil der Spruch: „erstens kommt es ganz anders und zweitens als du denkst“ gilt; weil in den mitgebrachten „Werkzeugen“ wichtige Dinge fehlen können; weil man danach meistens ziemlich erledigt ist …
Auf jeden Fall haben wir diesen Freund dann zu einer Veranstaltung der Fashionweek mitgenommen und haben es geschafft, ihn zum Staunen zu bringen. Denn bei einer der größten Modeveranstaltungen in Wien ist wirklich etwas los! Vor der Bühne natürlich, wenn die Designer ihre Kreationen dem interessierten Publikum zeigen, aber hinter der Bühne, da kommt man sich fast vor, als wäre man in einem Bienenstock gelandet. Insgesamt gingen fast 40 Shows auf den Laufsteg. Für jede Show mussten mindestens 10 Modelle zeitgleich fertig gemacht werden. Da muss jeder Handgriff sitzen, denn es wird in Windeseile umgezogen, umgeschminkt, umgestylt und schon gehen die Modelle wieder vor den Vorhang.

Eigentlich fragt man sich im Nachhinein immer, wie es funktioniert hat, aber fest steht, DASS es funktioniert hat – und da wären wir wieder bei der Montage: ein Monteur darf auch erst gehen, wenn die Maschine läuft!

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