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Bitte ein Weihnachtswunder!!!!

21.12.2010 | Keine Kommentare

Es ist kurz vor Weihnachten und die Vorbereitungen für das große Fest laufen auf vollen Touren. Alle Geschenke haben wir besorgt, der Christbaum wartet darauf geschmückt zu werden und die Einkaufsliste für die Lebensmittel ist auch schon fertig.

Einzig beim Blick in den Spiegel wird uns noch ganz anders und es ist klar: auch mit unseren Haaren muss einfach schnellstens noch etwas geschehen. Ein Friseurtermin kurz vor Weihnachten? Chancenlos! Aber das kann uns nicht erschüttern und wir stürmen den nächsten Drogerimarkt und machen uns auf die Suche nach dem perfekten Mittelchen, das unsere grauen Härchen überdeckt und neuen Glanz auf farblose Haupt zaubert. Goldblond steht hoch im Kurs und daheim folgen wir der Anleitung, mischen einfach zwei Komponenten zusammen und verteilen den Inhalt mit dem praktischen Dosierfläschchen großzügig am Kopf. 40 Minuten verbringen wir gemütlich und erwartungsvoll bei Desperate Housewives auf der Couch, danach waschen wir die Farbe aus, verteilen die mitgepackte Pflegespülung und …. schauen uns endlich in den Spiegel! Was ist das? Ist unser Spiegel kaputt? Wer ist das mit dem feuerroten Haarschopf, der mich da so finster anschaut? Auf der Packung stand doch eindeutig „GOLDBLOND“!

Verzweifelt rufe ich meine beste Freundin an, die mich nach 10 Minuten Gezeter unterbricht und meint, dass sie sofort ihren Friseur anruft, der ihr sowieso noch einen Gefallen schuldet. Und tatsächlich bekomme ich gleich am nächsten Tag einen Termin! Etwas peinlich ist mir die Sache aber schon und ich vergattere meine Freundin, dass sie mich mit einer Flasche Prosecco begleitet. Unter den strengen Augen des Frisörs weigere ich mich zuerst, meine Haube abzunehmen, aber dann muss ich doch. Sein Blick sagt alles: mein Kopf ist ein wirkliches Desaster!!! Er fragt mich gar nicht, ob ich einen bestimmten Farbwunsch habe, sondern sucht geschäftig in der Farbkarte nach einer Farbe, die auf Basis meines Pumuckllooks überhaupt möglich ist. Zu zweit entscheidet man sich letztendlich für einen dünkleren Farbton, in den anschließend ein paar hellere Strähnen eingearbeitet werden sollten. Mit dem unglaublich aufmunternden Hinweis „Ich kann nicht versprechen, dass es wirklich so wird, wie wir das jetzt wollen“ macht er sich an die Arbeit.

1 Stunde und mindestens 3 Gläser Prosecco später sitze ich mit dem Handtuch am Kopf vor dem Spiegel. Die Erwartung gleich null, bin ich beim Anblick meines Kopfs überglücklich: Das sind ja wieder Haare, da auf meinem Kopf und fast möchte ich dem Frisör um den Hals fallen. Aber er macht mich noch streng darauf aufmerksam, dass ich meine Haare jetzt intensivst pflegen muss, weil sie von der „Färbetortur“ schwer geschädigt sind und dass ich recht bald nachfärben werde müssen, weil auch die Haltbarkeit der Farbe sehr unter zweimaligem Färben in so einer kurzen Zeit leidet. Aber das macht nichts! MEIN Weihnachten ist gerettet und nachdem ich auch noch einen schönen Haarschnitt als Draufgabe bekommen habe, verlasse ich glücklich den Salon! Ich werde auch auf den heurigen Weihnachtsfotos ohne Retouche gut aussehen! Mein kleines Weihnachtswunder ist geschehen!
Und damit wünsche ich Euch allen ein wunderbares Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr in dem ich mich bald mit neuen „Haarberichten“ bei Euch zurückmelde!

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