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So war der Oscar der Friseure

16.11.2010 | Keine Kommentare

Ich habe Euch einen Bericht über den Oscar der Friseure versprochen und ich möchte mein Versprechen halten – auch wenn ich in Wahrheit bei dieser Veranstaltung erst nach Mitternacht wirklich anwesend war.

Während „vorne“ im beeindruckenden Saal der Pyramide in Vösendorf an die 1000 Leute aus der Friseurbranche diesen Event gefeiert haben, war ich mit meinem Team „hinten“, um die headQuarters-Show vorzubereiten. Schwarzkopf hatte uns engagiert, um die neue Haarpflegeserie Essensity mit einem Showact zu promoten. Für mich eine Chance, meine heurige Avantgarde-Kollektion zu präsentieren, was aber natürlich mit sehr viel Arbeit verbunden war und zur Folge hatte, dass ich beim „Fest der Friseure“ eben erst spät nach Mitternacht wirklich mitfeiern konnte.

Schon bei der Probe um 12 Uhr zu Mittag war klar, dass wir absolute Profis gebucht hatten: unsere 4 Modelle ließen die größten Männer klein aussehen und die Tänzer und Akrobaten unter der Anleitung unseres Choreographen Wolfgang Reichl lieferten einen reibungslosen Ablauf ab. Wir waren in nur 2 Stunden fertig, was für Proben dieser Art wirklich bemerkenswert ist.

Die Pause war trotzdem kurz, den schon um 16 Uhr begannen wir, die schon Wochen vorher nur aus Haaren gefertigten Kleider an die Mädels anzupassen: Wem passt was, wo muss noch ein Einnäher gemacht oder das ganze Kleid umgenäht werden.

Auch die extremen Haaraufbauten benötigen jede Menge Vorarbeit, mit der schon zeitgerecht begonnen werden muss. Die Unterbauten sind ca einen halben Meter hoch oder breit und die große Herausforderung ist es, das alles so zu befestigen, dass es auch (er)tragbar ist und einen Walk am Laufsteg mit 15cm Plateauschuhen ohne Probleme standhält. Das Gewicht dieser Aufbauten kann manchmal ganz enorm und die dadurch verursachte Spannung am Kopf für das Modell unerträglich sein.

Unsere Modelle (und meine Visagistin Agnes) mussten geduldig sein, denn auch beim Make-up hatte ich besondere Vorstellungen: alle 4 wurden von Kopf bis Fuß airgebrusht und erhielten intensives, cyber-spaciges Augenmake-up.

Überraschender Weise war ich den ganzen Tag relaxed – und das, obwohl ich von einem Fernsehteam von Austria 9 begleitet wurde. Wirklich geschwitzt hab ich erst während der Show, die kurz nach 11 über die Bühne ging. Die Spannung im Saal war spürbar und in nur 10 Minuten geht das über die Bühne, worauf man sich gut 3 Monate lang vorbereitet hat. Wir haben über 50 Meter Haartressen gefertigt, Haare verflochten, zu Kleidern gehälkelt und gestrickt und das Konzept für die Show sicher 5 Mal überarbeitet.

ABER: alles ist gelungen und ich danke ganz herzlich Wolfgang Reichl von ProProduction, auf den ich mich immer 100%ig verlassen kann, den Videokünstlern von OchoResotto und den Profitänzern und Artisten, die meinen Haarkreationen einen eindrucksvollen Rahmen gegeben haben.

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