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Die Schokopraline – das Shooting

02.06.2010 | Keine Kommentare

9:00 Treffpunkt aller Beteiligten im Fotostudio in unserer Eventlocation ShowRoom53 in der Währingerstraße. Tatsächlich sind die gesamte Projektgruppe, der Fotograf und ich pünktlich vor Ort. Bevor es so richtig los geht, stärken wir uns mit Kaffee und Kuchen, denn nur mit einer passenden Grundlage ist dieser sicher stressige Tag gut zu überstehen.

9:10 Wir beginnen mit dem Ausladen aller Materialien aus den Autos. Da werden Kisten mit Haarteilen, ganze Koffer voller Make – up Utensilien, Kleiderhaken mit dem vorgefertigten Outfit für das Modell und natürlich jede Menge technischer Ausstattung des Fotografen in die Räume geschleppt.

9:30 Das Model ist noch immer nicht da. Mit einem Anruf bei ihr finden wir heraus, dass sie statt im Showroom in der Schleifmühlgasse im Salon auf uns wartet. Sie macht sich auf den Weg in den 9. Bezirk.

10:00 Nach einem zweiten Anruf hat es das Model geschafft, zu uns zu finden. Sie ist leicht säuerlich, weil sie ja nun schon seit 1 ½ Stunden unterwegs ist. Aber mit einem Gläschen Prosecco und ein wenig Psychologie können wir gleich an die Arbeit gehen. Zu aller erst werden die Haare des Models mit Glättwicklern eingedreht, damit das Haar eine schöne Struktur bekommt.

Unser Fotograf hat inzwischen in aller Ruhe begonnen, den Set herzurichten. Er positioniert die Lichter, macht Lichtproben, baut Stative auf, fährt seinen Labtop hoch. Er bespricht mit der Projektgruppe noch einmal das Gesamtkonzept für das Foto und bereitet auch Hintergrund bzw. die manchmal sehr aufwendig gestalteten Kulissen dafür vor.

10.30 Der Botendienst, der eigentlich für 9.30 Uhr bestellt war, ist mit den Pralinen von Schokov da!

Die Projektgruppe arbeitet fleißig an der Frisur des Modells. Bevor die aufwendige, vorher gefertigte, runde „Praline“ aufgesetzt wird, muss jedes Haar sitzen. Da wird gebürstet, toupiert, gesprayt, gezupft und geflochten. Wie schon gesagt, sind diese Frisuren – auch wenn sie vorher geprobt werden – niemals gleich und die Herausforderung ist, sie unter Anspannung genauso gut hinzubekommen wie in aller Ruhe Tage zuvor.

Die Praline selbst, kann erst kurz vor dem Shoot am Kopf befestigt werden. Sie hat doch ca. 1 ½ Kilo und dieses Gewicht ist zum Ausbalancieren auf Dauer sehr schwer!  

11.15 Nachdem auch das Make-up sitzt, wird das Modell angezogen. Das Kleid wurde gerade erst am Vortag fertig und muss jetzt noch vor Ort an das Modell angepasst werden.

11.30 Aufschrei bei den Students. Die Scherpe mit den original Schokov Zuckerlpapierln ist nicht da! Die Nerven liegen blank! Mit einem Anruf in der Schule finden wir heraus, dass sie in einer falschen Kiste gelandet ist, aber glücklicher Weise noch da ist. May-Britt, meine Geschäftspartnerin, macht sich nach anderen wichtigen Terminen sowieso gerade auf den Weg zu uns und wird die Scherpe mitbringen. Glück gehabt, und trotzdem kann nur der Griff zu den köstlichen Schokov Pralinen die Stimmung etwas beruhigen.

12.00 Die Students sind gerade dabei, die Praline am Modelkopf zu befestigen. Wir geben dem Modell wieder Prosecco aus, denn die Kugel ist doch schwerer, als wir dachten.  Die Pralinen müssen schnell vor weiteren „Übergriffen“ geschützt werden und finden Ihren Platz auf der Frisur.

12:30 Die ersten Probefotos werden ohne der Scherpe gemacht.  Er korrigiert seine Lichteinstellungen und lässt das Modell ein paar Posen machen.

Das Modell beklagt sich, dass ihre Kopfhaut spannt, ihr unter dem Makeup unangenehm heiß ist und das Kleid aus Karton in ihren Bauch piekst! Wo ist der Prosecco?

12:45 Die Scherpe ist da! Die Students können endlich ihr Werk vollenden. Alle Einstellungen des Fotografen werden noch einmal korrigiert. Jetzt kann es so richtig los gehen.

13.00 Das erste Foto wird geschossen und wir fühlen uns mal wieder bestätigt: Treffpunkt 9.00 Uhr, erstes Foto frühestens um 13.00 Uhr! Das Bild ist gut und der Shoot selbst dauert dann maximal 1 Stunde. Das ist natürlich nicht immer so, aber heute haben wir Glück!

14:00 Das Shooting ist vorbei! Die Praline wurde bereits in aller Eile vom Kopf des Modells entfernt und wir genehmigen uns erschöpft eine Zigarette und ein Bier (und natürlich die restlichen Pralinen!)

15:00 Unser Modell wird von uns verabschiedet. Wir haben tatsächlich über eine Stunde gebraucht um sie wieder abzuschminken, die Frisur aufzulösen, …

16:00 Alles ist in den Autos verstaut und wir ziehen erschöpft von dannen.

Ja, eine kleine Anmerkung noch von mir: natürlich hab ich in diese Geschichte viele Ereignisse von den unterschiedlichsten Shootings hineingepackt, aber ich kann Euch sagen, dass ich wirklich noch KEIN Shooting erlebt habe, bei dem zwischendurch NICHT unser Improvisationstalent gefragt war!

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