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“Die Schokopraline” – ein Foto entsteht!

14.05.2010 | Keine Kommentare

Heute möchte ich etwas Euch noch einmal etwas über den Kreativteil unserer Arbeit erzählen, auf den wie schon erwähnt auch in unserer Academy großer Wert gelegt wird. Unsere Students nehmen im Laufe Ihrer Ausbildung unter anderem bei den Austria Hairdressing Awards teil und als Abschluss ihres Lehrganges dürfen Sie ihr eigenes Modell für ein professionelles Fotoshooting gestalten.

Wie kommt man nun zu so einem Bild, wie das Foto „Die Schokopraline“ das ihr hier seht?

Am Anfang steht bei jedem Team die Suche nach einem Thema. Im Fall unserer „Beispielgruppe“ war es die Tatsache, dass alle Drei furchtbar gerne Schokolade esssen.
Das Thema ist da, aber von unserem Foto sind wir noch meilenweit entfernt. Denn die Frage ist immer noch, wie bringe ich mein Thema eindrucksvoll auf den Kopf eines Modells. Mit den banalen und schon oft dagewesenen Bildern von mit Schokolade übergossenen Modellen geben wir uns nämlich nicht zufrieden!

Also beginnt die wirkliche Arbeit – ein Gesamtkonzept muss erstellt werden. Es geht nicht nur um die Haare des Modells, nein, es geht auch um Make-up, Outfit, Styling, Modelauswahl und ein Konzept für den Set.

Die Beschaffenheit von Schokolade hat es nicht unbedingt leichter gemacht! Galt doch zu bedenken, dass Schokolade sehr schnell bricht oder dass sie im Scheinwerferlicht des Fotografen schmilzt.

Bei der ausführlichen Recherche zum Thema hat unser Team die wichtige Bekanntschaft mit der Firma Schokov in Wien gemacht, die so begeistert von unserer engagierten Truppe waren, dass sie sich bereit erklärten, sie zu unterstützen. Und so entstand die Idee, dem Modell eine runde, makellose Praline auf den Kopf zu zaubern.

Die Idee ist geboren und jetzt geht es an die Umsetzung: Denn auch wenn man weiß, was man will, ist immer noch die Frage offen, wie setze ich es praktisch um! In zahlreichen „Bastelstunden“ wurden die verschiedensten Materialien ausgetestet. Und glaubt mir, da gibt es immer wieder Rückschläge, weil eben immer wieder etwas nicht so funktionieren will, wir man sich das vorstellt. Wie wird die Praline nicht zu schwer für den Modellkopf, wie lasse ich ein Kleidungsstück entstehen, das den edlen Charakter einer Konfektpackung versinnbildlicht? Wie müssen die Einzelteile beschaffen sein, dass sie tragbar sind und ein anstrengendes Fotoshooting überstehen?

Im Endeffekt wurde der Aufbau am Kopf des Modells mit einer mit Haaren überzogenen Styroporkugel bewerkstelligt. Der Schal besteht tatsächlich aus original Schokov „Zuckerlpapierln“ und Teile des Kleids wurden aus Karton gefertigt. Mit dem goldenen Make-up nahm man den Trend, edle Schokolade mit Blattgold zu überziehen, ins Konzept auf.

Auch die Auswahl des Modells mussten unsere Students bewerkstelligen. In diesem Fall hat Tea Djuricic von Look Models alle Anforderungen erfüllt und war glücklicherweise zum gewünschten Zeitpunkt auch für uns verfügbar. Mit Teas dunklem Haar, ihren braunen Augen und den vollen Lippen konnte sie problemlos beim Betrachter das Gefühl entstehen lassen, von einem Stück zartester Schokolade verführt zu werden.

Im Endeffekt ist aber dann der Tag des Shootings entscheidend, denn alles, was an diesem Tag entsteht, ist einmalig – das Foto ist eigentlich nur eine Momentaufnahme von vielen Wochen Arbeit davor.

Und was am Shooting-Tag genau passiert, das erzähle ich euch in meinem nächsten Beitrag! Bis bald!

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